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Stand: 27.02.2009 08:40 Uhr / tagesschau

Buschbrände in Australien
Flammen gefährden Melbournes Vororte

Die Buschfeuer sind wieder auf dem Vormarsch. Hitze und starker Wind fachten die seit Wochen wütenden Brände in Australien erneut an. Auch Melbournes Vororte sind gefährdet. Tausende Menschen flüchteten bereits.

 

Die Wald- und Buschbrände im australischen Bundesstaat Victoria sind durch steigende Temperaturen und starke Winde erneut angefacht worden. Nach Warnungen der Behörden haben Tausende Menschen ihre Häuser verlassen und sind in Notaufnahmezentren geflüchtet. Mehr als 3000 Feuerwehrleute versuchen, die rund ein Dutzend Brände rund um Melbourne in Schach zu halten. Drei Wochen nach der größten Brandkatastrophe in der Geschichte Australiens sind erneut Ortschaften direkt gefährdet, darunter auch Vororte der Millionenstadt Melbourne.Katastrophe_61

Tausende Feuerwehrleute kämpfen gegen die Buschbrände.

(Foto: AP)

 

 

 

 

 

 

Neue Brände überall möglich
"An jeder Stelle im Bundesstaat Victoria könnte ein neuer Brand entstehen, auch in Melbourne, sogar im Stadtgebiet", sagte der Leiter des Katastrophenzentrums, Bruce Espin, im australischen Rundfunk. "Wir müssen vorbereitet sein, sofort einzuschreiten, wenn irgendwo ein Feuer ausbricht." Er rief die Bevölkerung dazu auf, nicht leichtsinnig zu sein, "sondern aufmerksam und jederzeit bereit, das Nötige zu tun".

Die Einwohner von Melbourne und Umgebung wurden aufgefordert, an diesem Wochenende Ausflüge in die Naturschutzgebiete rund um die Stadt zu vermeiden. Die Zufahrtsstraßen in die besonders gefährdeten Gebiete sind ohnehin abgesperrt.Katastrophe_62

“Das einzige, was uns wirklich helfen könnte, wäre ein anständiger Regen”, erklärte ein Feuerwehrmann angesichts der Buschbrände.

(Foto: dpa)

 

 

 

 

 

Warten auf Regen
Drei Wochen dauern die Wald- und Buschbrände im Süden Australiens schon an. Die Feuerwehren und die freiwilligen Helfer seien inzwischen am Ende ihrer Kräfte, sagte John Haines von der Feuerwehr des Bundesstaates Victoria. Hunderte Feuerwehrleute aus anderen Teilen Australiens und aus dem benachbarten Neuseeland seien zu Hilfe gekommen. "Wir haben noch einiges vor uns, insbesondere bei diesen Wetterbedingungen. Das einzige, was uns wirklich helfen könnte, wäre ein anständiger Regen, der hoffentlich in den nächsten Wochen eintritt", sagte Haines. Viele Arbeitgeber hätten den freiwilligen Feuerwehrleuten frei gegeben, damit diese die Brände bekämpfen könnten. "Spätestens Anfang nächster Woche brauchen wir neue Leute", so Haines.

Am 7. Februar, dem sogenannten schwarzen Sonnabend, waren bei den Wald- und Buschbränden nördlich von Melbourne mindestens 210 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 2000 Häuser wurden zerstört. Ganze Ortschaften sind niedergebrannt. Einige der Feuer waren vorsätzlich gelegt worden. Mehrere Brandstifter wurden festgenommen und vor Gericht gestellt.

[27-02-2009_Berichte]

 

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(auch wenn es hier mehr wie ein Osterhase aussieht)

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