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Stand: 23.02.2009 19:07 Uhr / tagesschau

Buschbrände bei Melbourne neu entfacht
Hunderte Australier fliehen vor den Flammen

Die Feuergefahr im Süden Australiens ist nicht gebannt: Hohe Temperaturen und ungünstige Winde haben viele Brandherde neu entfacht. Hunderte Bewohner sind bereits geflohen. Nachdem vor zwei Wochen viele Menschen starben, ist die Furcht vor den Flammen groß.

Starke Winde und ansteigende Temperaturen haben die Wald- und Buschbrände im Süden Australiens erneut angefacht. Mehr als zwei Wochen nach der größten Brandkatastrophe in der australischen Geschichte sind jetzt erneut Ortschaften direkt durch das Feuer gefährdet.

Hunderte Einwohner haben sich in Sicherheit gebracht und verbringen die Nacht in Notunterkünften. Kevin Monk von der Feuerwehr des Bundesstaates Victoria sprach im australischen Rundfunk von gestiegener Gefahr: "Einige Ortschaften in der Region haben dringende Warnungen erhalten. Und ganze Straßenzüge wurden vor einer möglichen direkten Feuereinwirkung in Kenntnis gesetzt. Es besteht die Gefahr, dass unter den gegebenen Umständen einige Häuser betroffen werden."Katastrophe_63

Die Buschfeuer im Süden Australiens breiten sich erneut aus - viele Menschen sind bereits geflohen.

(Foto: AFP)

 

 

 

 

 

Viele Todesopfer am "Schwarzen Samstag"
Vor zwei Wochen, am sogenannten "Schwarzen Samstag", waren in der Wald- und Buschlandschaft nördlich von Melbourne mindestens 210 Menschen in den Flammen ums Leben gekommen. Ganze Ortschaften brannten nieder, mehr als 1800 Wohnhäuser wurden zerstört.
Nachdem vorübergehend fast überall die Brandherde weitgehend unter Kontrolle gebracht werden konnten, wurden jetzt an vielen Stellen Feuer erneut entfacht. Auch die Temperaturen stiegen in der Region in den vergangenen Tagen wieder auf über 30 Grad an. Inzwischen treibt der Wind die Flammen wieder in Richtung bewohnter Gebiete.

Die Mehrheit der Bewohner ist geflohen
Während vor zwei Wochen viele Einwohner der betroffenen Ortschaften zuhause geblieben waren, um ihre Häuser gegen die Flammen zu verteidigen, haben die meisten dieses Mal den Warnungen der Behörden Folge geleistet. Ein Bewohner fürchtet die Unberechenbarkeit der Brände, er sagt: "Es ist schwer zu sagen, wie sich die Flammen verhalten, wenn sich der Wind schnell dreht, wie vor zwei Wochen oben in Kinglake. Man weiß es einfach nicht." Eine der geflohenen Bewohnerinnen fügt hinzu: "Niemand von uns hatte Lust zu bleiben, man weiß doch nicht was passieren kann.”Katastrophe_64

Diese Feuerwehrleute versuchen östlich von Melbourne, die Flammen unter Kontrolle zu bringen. (Foto: dpa)

 

 

 

 

 

Prinzessin Anne besucht Katastrophenregion 
Am vergangenen Wochenende hatten die Australier mit einem Staatstrauertag und mehreren Trauerfeiern der Opfer der Brandkatastrophe vor zwei Wochen gedacht. Als Vertreterin von Queen Elizabeth II., dem offiziellen Staatsoberhaupt Australiens, reiste aus Großbritannien Prinzessin Anne an. Heute reiste sie durch das Katastrophengebiet und stattete den Einwohnern der Region einen Besuch ab.

[23-02-2009_Berichte]

 

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Unser Känguru-Maskottchen
(auch wenn es hier mehr wie ein Osterhase aussieht)

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